Freispruch von CEO Walter Oberhänsli – erste Reaktionen

Erstellt am 13.01.2021 - 16.41

Apotheken-forum.ch (Zeitungsartikel und Publikationen)

Freispruch von CEO Walter Oberhänsli – erste Reaktionen

Pharmasuisse schreibt dazu auf ihrer Facebookseite:

Vollständiger Freispruch von Walter Oberhänsli bei der Urteilsverkündung Verhandlung Zur Rose. PharmaSuisse kann dieses Gerichtsurteil nicht nachvollziehen: Zur Rose umging mit ihrem Geschäftsmodell bewusst das geltende Recht. Das Urteil zeigt, dass für Unternehmer andere Regeln gelten als für uns anderen. Ihr Modell, ohne Fachberatung oder individuelle Betreuung, war und ist an Umsatz und Gewinn orientiert. Das Modell ist langsam und bietet keinen Beitrag zur Patientensicherheit und medizinischen Grundversorgung.

Dieses Urteil hat Signalwirkung: Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer, kümmert euch nicht ums Gesetz und verdient viel Geld mit euren widerrechtlichen Geschäftsmodellen. Kommts vor Gericht, könnt ihr auf Freisprüche zählen.



https://www.facebook.com/pharm...

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Zur Rose sieht sich in ihrer Haltung nach gerichtlichem Freispruch von CEO Walter Oberhänsli bestärkt



Das Bezirksgericht Frauenfeld hat Walter Oberhänsli an der heutigen Urteilsverkündung im Zusammenhang mit der Anklageerhebung betreffend Versand von rezeptfreien Medikamenten und Entschädigungen für elektronisch rezeptierende Ärzte vollumfänglich freigesprochen. Die Anklage stützte sich auf eine Strafanzeige von PharmaSuisse, dem Branchenverband der Apothekerinnen und Apotheker.



«Ich bin über das Urteil des Bezirksgerichts Frauenfeld erfreut», sagt Walter Oberhänsli. «Im Grunde geht es aber um das grössere Ganze: Als Unternehmen sehen wir uns mit diesem Gerichtsentscheid in unserem Anliegen bestärkt, die Gesundheitsversorgung dank der Digitalisierung kostengünstiger, besser zugänglich und sicherer zu gestalten. Der dringende Bedarf einer weitergehenden Digitalisierung im schweizerischen Gesundheitssystem kam gerade während der Corona-Krise prononciert zum Ausdruck. Das faktische Versandverbot von rezeptfreien Medikamenten wird mehr und mehr zu einem Relikt, welches im gegenwärtigen Umfeld als anachronistisch und in Corona-Zeiten sogar als gesundheitsschädigend zu beurteilen ist. Dringend wäre nun auch die verpflichtende Einführung des elektronischen Rezepts, nachdem zahlreiche Studien belegen, dass dieses die Patientensicherheit erhöht und Folgekosten, wie sie durch Medienbrüche und das Fehlen digitalisierter Prozesse entstehen, vermeidet. Aus all diesen Gründen setzen wir uns weiterhin mit Nachdruck für eine qualitativ hochwertige, sichere und kostengünstige pharmazeutische Versorgung ein.»



https://www.dgap.de/dgap/News/...

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Dem Chef der Versandapotheke Zur Rose ist vorgeworfen worden, dass beim Versand von Medikamenten die Patienten keine ausreichende Beratung erhalten haben. Der Apothekerverband Pharma Suisse hat Anzeige erstattet, weshalb es zum Verfahren kam.



Die Verteidigung hielt während dem Verfahren fest, dass erst ein Bundesgerichtsurteil von 2015 festlegte, dass das Geschäftsmodell von Zur Rose illegal war. In den Jahren davor, die beim Prozess Thema waren, habe der Chef der Zur Rose Apotheke also nicht illegal gehandelt. Eine Gefährdung habe es nicht gegeben.



Das Bezirksgericht Frauenfeld ist dieser Argumentation gefolgt und hat den Chef der Versandapotheke freigesprochen. Er erhält zudem eine Entschädigung von 30'000 Franken.



https://www.toponline.ch/news/...

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